Ohrkorrektur (Otopexie)
Wie läuft die Operation ab?
Eine Otopexie dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Aufwändigere Operationsvorhaben können auch längere Zeit in Anspruch
nehmen. Auch bei einseitig abstehenden Ohren werden im Sinne der Ausgewogenheit des Operationsergebnisses häufig beide Seiten operiert.
Klassischerweise verfährt der Chirurg folgendermaßen:
Die Rückseite des Ohres wird über eine geeignete Inzision (Hautschnitt) exponiert. Daraufhin wird der Ohrknorpel wunschgemäß
in seiner Form verändert und angelegt. Dauerhaft haltbare Nähte verankern den Ohrknorpel fest in seiner neuen Position.
Manchmal kann es erforderlich sein, Teile des Knorpels zu entfernen, um eine möglichst natürlich und ansprechend wirkende Ohrmuschel
zu erhalten.
Eine Variante der erstgenannten Technik kommt ohne einen langen Hautschnitt aus. Über nur kurze Hautschnitte an der Ohrrückseite wird
die Knorpelspannung über der Knorpelfalte mit einer Spezialfeile, ohne den Ohrknorpel einzuschneiden, geschwächt. Die Formung und
Fixierung des Ohres mit neuer Knorpelfalte erfolgt ebenfalls über dauerhaft haltbare Nähte ohne zusätzliche Hautschnitte.
Weitere Methoden sind je nach Erfordernis möglich, so beispielsweise der Aufbau verlorenen Knorpelgewebes durch Implantate und
die Verschiebung von Hautgewebe aus der Umgebung des Ohres, um Teile des Hautmantels zu ersetzen.
Meist hinterlässt die Ohrkorrektur eine schmale Narbe hinter dem Ohr, die im Lauf der Zeit immer weniger zu sehen ist.
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